Slowenien Sommerlager 2014

Unser Slowenien Sommer Lager begann mit Stau. Nach „nur“ 5 Stunden Verspätungen waren dann aber sowohl der Vortrupp mit dem Sprinter und den Kanus im Schlepptau als auch der Bus angekommen. Schnell wurde damit begonnen die 7 Schlafzelte und das Materialzelt aufzubauen. Am nächsten Tag folgten dann noch die Kochstellen der einzelnen Gruppen sowie Gemeinschaftszelt, Fahnenmast und Lagerturm. Nun stand unsere Zeltstadt, die für die nächsten zwei Wochen unsere Heimat sein sollte. Die Nachteile des etwas abgelegenen Naturschutzgebietes (Kein Strom und Internet, Dixiklos und eine Kaltwasserdusche) wurden durch die herrliche Umgebung mit nahe gelegenem Fluss und Bohinjsko See (Wocheiner See), die wir an den Pausentagen ausgiebig zum Baden nutzten, wettgemacht.

Panorama des Lagerplatzes

Am ersten Programtag konnten bei Workshops Geschirrtücher bedruckt, Brennnesselchips und Pfefferminzsirup zubereitet oder Filzanhänger gebastelt werden. Darüber hinaus gab es neben einem Slowenisch-Crashkurs, die Möglichkeit das Bedienen und Warten der Petroleumlampen zu lernen und noch so einiges mehr. Auch durften sich die Gruppen das erste Mal am Kochen über den eigenen Kochstellen versuchen. Kaiserschmarrn war dabei ein guter Einstieg um die Handhabung der selbstgebauten Öfen zu testen. Von nun an wurde jeden zweiten Tag selbstgekocht, natürlich mit steigendem Schwierigkeitsgrad. Drei Tage des Programms waren den Aktionstagen vorbehalten. Dort durften sich die Kinder und Jugendlichen zwischen verschiedenen Programmen wie Berggehen, Kanufahren, Radln, Besichtigung einer Klamm mit Gumpenspringen, Geocachen oder Boote bauen aussuchen. Neben dem Gruppentag, an dem jede Sippe für sich etwas unternehmen konnte, wanderten wir an einem Tag alle gemeinsam halb um den Bohinjsko See herum, besuchten einen Wasserfall und fuhren mit einem Boot (, das ursprünglich am Königssee eingesetzt war) zurück. Beim Geländespiel wagten sich alle auf die Fährte des sagenumwobenen Gämsbocks Zlatorog und beim slowenischen Kochwettbewerb wurde darum gewetteifert, wer das beste Gericht zubereitet. An einem Abend war am Bohinjsko See ein Lichterfest mit schwimmenden Kerzen und Feuerwerk, das wir uns natürlich nicht entgehen ließen. Am mittleren Sonntag nach dem Lagergottesdienst war es uns eine besondere Freude Stefan Schwarzmüller als Zeichen seiner abgeschlossenen Jugendleiterausbildung das „Woodbadge“-Halstuch zu verleihen.

Nach dem „Matsch“-Lager vom Jahr zuvor waren wir dieses Jahr mit gutem Wetter gesegnet – bis auf die letzten drei Tage. Auch wenn die Zelte gut standen, war nicht zu verhindern, dass sich das Gemeinschaftszelt schon bald in eine Schlammarena verwandelte und dass bei einem Schlafzelt das Wasser durchlief. Dies alles änderte zum Glück nichts an der allgemein guten Stimmung, zumal wir den Tag vor dem Abbauen zum ausgiebigen Aufwärmen im Schwimmbad nutzten. Beim Abbauen halfen alle zusammen, sodass wir bereits eine halbe Stunde früher als geplant mit dem Bus Richtung Heimat starten konnten. Dank der Freiwilligen Feuerwehr Großkaro sowie den Familien Raig und der Familie Kunert sind unsere Planen mittlerweile auch alle wieder trocken und einsatzbereit für das nächste Abenteuer.

Nach der Bootsfahr auf dem Bohinjsko jezero

Gruppenbild nach der Bootsfahrt auf dem Bohinjsko jezero